Erste schießt TSG aus Titelrennen – 4:0-Sieg in Harsewinkel

14. März 2011

Selten rissen die Spieler so freudestrahlend die Arme in die Höhe, als der Schiedsrichter am Sonntag gegen 16.45 Uhr die Begegnung der ersten Mannschaft bei TSG Harsewinkel abpfiff. Überglücklich fielen sich Trainer, Spieler und Betreuer in die Arme. Schließlich hatte man grade die TSG mit 4:0 bezwungen und gleichzeitig aus dem Titelrennen geschossen. Sama und Martina trafen jeweils doppelt.

Nur eine Woche war seit dem unglücklichen, wie enttäuschenden 4:4-Unentschieden zu Hause gegen den SV Spexard II. vergangen. Doch schienen – im Positiven – wie ausgewechselt zu sein. „Man hat im Training schon eine andere Körpersprache gemerkt. Alle haben gezeigt, dass sie wollen“, fasste Co-Trainer Winnie Pähler seine Trainingseindrücke schon Mitte der zweiten Halbzeit zusammen. Und die Jungs zeigten auf dem Kunstrasen, dass sie unbedingt was gut machen wollten. Der Schachzug der Heimmannschaft, das Spiel auf den für die Viktoria ungewohnten Kunstrasen zu legen ging nach hinten los.
Die von Ralf Brake und Winnie Pähler bestens eingestellte Elf agierte zunächst noch eher passiv und ließ den Gegner kommen, um dann blitzschnell umzuschalten und gefährliche Konter zu setzen. Die erste Chance hatte allerdings die TSG, als Andreas Schneipel urplötzlich alleine vor Bücker auftauchte, den Ball aber nicht kontrollieren konnte (9. Minute). Wie eine Initialzündung übernahmen nun die Blau-Weißen das Spiel und hatten durch Vadim Reger und Selcuk Sama (10./11.) zwei gute Einschussmöglichkeiten. Die Brake-Elf blieb weiter optisch überlegen und kaufte den Harsewinkelern mit frühem Pressing den Schneid ab. Es fehlte allerdings erst noch am letzten Pass. Nach dem Sama erneut zwei gute Chancen liegen ließ, macht er es vier Minuten vor der Pause besser: Nach einem langen Ball konnt er den Ball gegen den Keeper behaupten, drehte sich um die eigene Achse und hob die Kugel über den Torhüter zum Jubel der wieder mal zahlreich angereisten Rietberger in die Maschen. Und es sollte noch besser kommen. Nur vier Minuten später konterte sich die Mannschaft nach vorne, wo sich Andre Martina 20 Meter vor dem Tor den Ball in aller Ruhe zurecht legte und mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte, obere Eck zur 2:0-Pausenführung traf.

Auch nach der Pause waren die Gäste die klar spielbestimmende Mannschaft, ließ den Gegner aber mehr kommen, um erneut stark zu kontern. So auch in der 52. Minute, als Selcuk Sama von halb rechts abzog, der Torhüter nur abklatschen konnte und Andre Martina nur noch abstauben musste. Martina war es dann auch, der nach einer Stunde den eigentlich schon verloren geglaubten Ball zurück erkämpfte und Selcuk Sama perfekt bediente. Der ließ sich die Chance nicht nehmen und traf aus halblinker Position aus 16 Metern. Der Drops war gelutscht und so fiel das Spielen noch einfacher. Erst jetzt kamen die Mannen von Spielertrainer Martin Simov öfter Richtung Rietberger Tor, doch mehr als die gute Einschussmöglichkeit durch Maik Biggs, die Viktoria Schlussmann Andreas Bücker vereitelte, sprang kaum Gefährliches dabei heraus.
„Das war heute eine starke taktische Leistung“, kam Viktoria Coach Ralf Brake aus dem Grinsen kaum heraus. Vor allem war es aber eminent wichtig, da auch Isselhorst und Schloß Holte ihre Hausaufgaben erledigten und drei Punkte einfahren konnten. Brakes Gegenüber Martin Simov war nach der Partie bedient. „Wir spielen die Saison jetzt ruhig zu Ende“, musste er einsehen, dass der Aufstiegszug auch in diesem Jahr ohne seine TSG weiterfährt.

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