Eviparker-Treffer kann Rietbers Sieg nicht verhindern

18. August 2013

Die Überschrift für diesen Artikel war im Kopf eigentlich schon formuliert: „Eviparker verdirbt Viktoria den Bezirksliga-Auftakt“ – doch mit einem späten Doppelschlag durch Lukas Ottemeier und ein von Alex Schiller erzwungenes Eigentor (87. & 89.) drehten die Partie gegen SW Marienfeld zum absolut verdienten 2:1-Erfolg.

Die Viktoria machte die Sache von Beginn an sehr gut. Mit geordnetem Pressing setzte man den Gegner immer wieder unter Druck und brachte die wirklich schwache Marienfelder Defensive ein ums andere Mal in Verlegenheit. Dadurch ergaben sich auch einige gute Möglichkeiten. Die erste verpasste Daniel Uhland, der in der siebten Minuten nach einem Pass von Selcuk Sama nur knapp am Ball und auch am freien Tor vorbei rutschte.

Auch im weiteren Verlauf war Rietberg die dominierende Mannschaft und ließ die Gäste nicht ansatzweise zur Entfaltung kommen. Eigenen Chancen ergaben sich zwar nicht reihenweise, aber sie waren da. Und so ging es nach einer bemerkenswert schnellen und intensiven Partie mit vielen Zweikämpfen (vor allem im Mittelfeld) mit 0:0 in die Pause.

Direkt nach der Halbzeitansprache hätte Wadim Reger das 1:0 erzielen müssen, scheiterte aber aus kürzester Distanz am gegnerischen Keeper. Und da man die Gäste immer besser ins Spiel kommen ließ, war es gefühlt nur eine Frage der Zeit, bis sich die Marienfelder die erste Chance erspielen konnte. Wie aus dem Nichts fiel aber dann doch der Führungstreffer für die Gäte – ausgerechnet durch den Ex-Viktorianer Anthony Eviparker, der nach der ersten Marienfelder Ecke per Kopf erfolgreich war (68.).

Statt zu resignieren, warf man nun aber alles nach vorne und erarbeitete sich auch einige gute Möglichkeiten. Der klasse Schuss von Lukas Suchy aus der zweiten Reihe ging nur knapp am langen Pfosten vorbei (70.), den Volley von Mike Dry parierte der Keeper glänzend (73.). Wadim Reger scheiterte nur kurze Zeit später mit einem Flachschuss am Torhüter.

Mit der Einwechslung von Lukas Ottemeier und Alexander Schiller erhofften sich die Trainer Wolla Grübel und Max Heinrich noch einmal Offensiv-Power und sollten damit ein goldenes Händchen beweisen. Nach starker Vorarbeit von Alexander Schiller erzielte der A-Jugendliche Ottemeier eiskalt den wichtigen Ausgleich (87.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später war es Schiller selber, der die gesamte Gäste-Abwehr schwindelig spielte und mit seiner knallharten Flanke von der Grundlinie das Eigentor zum 2:1 erzwang (89.).

Der Jubel fiel nach dem Schlusspfiff selbstverständlich nicht so stark aus, wie beim Aufstieg vor wenigen Monaten – aber die Jungs waren froh, mit einem Sieg in die neue Saison gestartet zu sein. „Klasse, wenn man so eine Qualität noch einwechseln kann“, freute sich der verletzt fehlende Max Heinrich nach dem Starterfolg über die breite des Kaders. Sein Gegenüber Peter Tarnowski kannte die Leistung der Viktoria nahtlos an: „Rietberg hatte die besseren Chancen und war taktisch auch deutlich besser als wir“, so der enttäuscht wirkende Co-Trainer.

Auf Rietberger Seite war man alles andere als enttäuscht. Vor allem die starke Defensiv-Achse mit dem bärenstarken Albert Dik und Lars Wimmelbücker im Zentrum, sowie Denis Molliqaj und Paul Suchy auf den Außen machen Mut, auch mal ohne Max Heinrich defensiv gut stehen zu können. Vorne hielt Daniel Uhland fast jeden Ball und verteilte sie geschickt auf die Außenspieler. So darf es gerne weiter gehen, Jungs! Klasse!

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