Grübel und Heinrich machen am Sonntag aus der Not eine Jugend

14. September 2013

Aus der Not eine Tugend Jugend machen – so lautet das Motto der Ersten Mannschaft am Sonntag Nachmittag, wenn sie um 15 Uhr in der Bezirksliga auswärts auf SuK Canlar Bielelfeld treffen. Aufgrund einiger Ausfälle wurden kurzfristig zwei weitere A-Jugendliche für die Senioren freigeholt und werden daher am 5. Spieltag erstmals im Kader der Ersten Mannschaft stehen.

Zu den bereits im Pokal fehlenden Selcuk Sama und Lukas Suchy (beide Urlaub), sowie dem verletzten Alexander Schiller und dem rotgesperrten Denis Molliqaj, gesellten sich in dieser Woche dann noch Spielertrainer Max Heinrich (erneuter Muskefaserriss in der Wade) und Innenverteidiger Lars Wimmelbücker (Magen-Darm-Infekt) zum Lazarett. Und auch die Angreifer Daniel Uhland und Lukas Ottemeier sind angeschlagen, dürften Sonntag aber dabei sein.

„Wenn kommt auch alles auf einmal“, hadert Trainer Wolla Grübel ein wenig über die aktuelle Personal-Situation. Zu allem Überfluss spielt die A-Jugend ausnahmsweise auch am Sonntag Morgen, sodass auch die Nachrücker der A-Jugend wohl nicht ganz fit nach Bielefeld reisen werden. Die Regeln erlauben es aber, dass diese sowohl morgens in der A-Jugend und anschließend auch bei den Senioren auf dem Platz stehen.

Nach den bereits vor der Saison in den Kader geholten Lukas Ottemeier und Julian Strathoff, die sehr wahrscheinlich beide am Sonntag in der Startformation stehen werden, gesellen sich ab sofort auch Felix Brokbals und Florian Descher, die kurzerhand am Freitag zu Senioren erklärt wurden. „Das ist alles mit dem Staffelleiter und der Meldestelle in Kaiserau abgesprochen. Alle Unterlagen waren fristgerecht da, sodass beide spielberechtigt sind“, hat Obmann Ralf Peterhanwahr im Hintergrund alles dafür getan, dass die Jungs pünktlich für Sonntag freigeholt wurden.

Neben den A-Jugendlichen wurde auch der zur Zeit wegen seines Studiums abwesende Robin Baak für die Partie in den Kader zurück geholt. Auch wenn er zuletzt kaum trainiert hat, muss man auf ihn zurückgreifen. „Sicherlich nicht die besten Voraussetzungen für das Spiel. Aber oft sind es doch gerade solche Spiele, die man dann überraschend gewinnt“, schreibt Grübel die Partie keinesfalls schon im Vorfeld ab.

Zumal es auch bei Canlar auch alles andere als optimal läuft. Man holte zwar sechs Punkte aus den vier Partien, dennoch gab Trainer Engin Acar nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Westerwiehe seinen Rücktritt bekannt. „Aus sportlichen Gründen eher weniger. Denn da waren wir voll im Soll“, vermutete Canlar-Obmann Aynur Özsan eher private Gründe für dessen Rücktritt.

Zunächst soll in Bielefeld Acars Co-Trainer Harry Yildiz das Kommando übernehmen. Nach jeweils einem Heimsieg und einer Niederlage zu Hause, soll gegen unsere Viktoria der zweite Erfolg auf heimischen Terrain folgen. Doch die Elf von Max Heinrich und Wolla Grübel wird alles geben, um den guten Saisonstart zu bestätigen. Nach vier Spielen liegen die Berglage-Kicker nur einen Zähler hinter Tabellenführer Stukenbrock.

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