Viktoria Rietberg mit der BigPoint-Chance bei SW Sende

11. April 2013

Wie schwer wiegt die Verletzung von Stürmer Selcuk Sama? Diese Frage steht so ein bisschen über dem nächsten Topspiel der Ersten Mannschaft von Viktoria Rietberg am Sonntag in Sende. Trotz des Ausfalls von Sama geht die Viktoria selbstbewusst und mit breiter Brust in die Auswärtspartie. Schließlich will man gegen den direkten Konkurrenten um den Aufstieg einen BigPoint landen, der aber alles andere als leicht zu erarbeiten wird.

SW Sende-Coach Jens Meyer ist in jedem Fall schon mal sehr selbstbewusst und geht davon aus, Rietberg schlagen zu können. „Meine Jungs und ich brennen auf die Partie“, freut sich der Trainer der Gastgeber auf die Begegnung mit dem Spitzenreiter aus Rietberg. Und so kann und muss man davon ausgehen, dass die Viktoria auf dem Kunstrasen in Sende ein heißer Tanz erwartet. Das war in den vergangenen Jahren aber immer so, wenn es für unsere Blau-Weißen nach Sende ging – doch nie waren die Voraussetzungen für diese Partie so wie jetzt.

Denn am Sonntag trifft nun mal der Tabellendritte zu Hause auf den Tabellenführer, um den Rückstand von sechs Punkten zu reduzieren. Die Viktoria wird dagegen alles dafür tun, eben genau diesen BigPoint zu holen und die Schwarz-Weißen aus dem Titelrennen zu schießen. Denn mit dann neun Zählern Rückstand dürfte die Elf von Jens Meyer nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg haben. Bis dahin bedarf es aber einer konzentrierten und starken Leistung unserer Berglage-Kicker.

Zumal Schwarz-Weiß Sende hinter Rietberg die zweitbeste Heimelf der Liga is, acht der zehn Partien auf heimischen Terrain für sich entscheiden konnte und lediglich gegen Friedrichsdorf (0:0) und Suryoye Verl (0:0) jeweils zwei Zähler liegen ließ. Rietberg dürfte also gewarnt sein. Doch die Viktoria hat ebenfalls eine eindrucksvolle Serie vorzuweisen: Seit dem achten Spieltag (1:3-Niederlage bei TuR Abdin Gütersloh) hat der aktuelle Tabellenführer alle zwölf Spiele in Folge gewonnen.

Auch im Hinspiel triumphierte die Elf von Trainer Wolla Grübel und Max Heinrich mit 2:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Kosta Gemitzoglou per Strafstoß im zweiten Versuch aber erst in der Nachspielzeit, nachdem man das Spiel eigentlich klar im Griff hatte, verdient führte und sich dann per Strafstoß den Ausgleich fing. So spannend will man es am Sonntag in Sende nicht unbedingt machen, sondern – wenn möglich – früh die Partie für sich entscheiden. Denn eines ist auch klar: Je länger es 0:0 steht, um so höher sind die Chancen für die Mayer-Elf einzuschätzen.

„Wir haben gerade erstmal zwei Drittel der Saison gespielt – da kann noch so viel passieren“, schätzt Wolla Grübel die aktuelle Situation realistisch ein. Die Punkte, die man jetzt aber schon als Vorsprung hat, müsse man nun mal nicht mehr gegen die anderen aufholen und stehe daher in einer sehr günstigen Situation. Ein Erfolg gegen Sende könnte diese Situation aber nochmals verbessern. Mit einem Ausrutscher von Friedrichsdorf dürfte nicht zu rechnen sein, schließlich reist „Tippe“ als klarer Favorit zur Dritten vom SC Verl.

Wie schwer allerdings die Verletzung und das Saisonaus von Selcuk Sama wiegt, bleibt abzuwarten. „Selli ist bereits am gebrochenen Schlüsselbein operiert worden“, musste sich der Neuntore-Mann bereits unter das Messer legen und fällt im schlechtesten Fall sogar für die Vorbereitung auf die neue Saison aus. „So langsam reicht es dann jetzt aber mit den Verletzten“, hat Grübel in Sende auch nur einen überschaubaren Kader zur Verfügung. „Die Nachrücker können die Lücke aber schließen und werden ihre Chance garantiert nutzen“, ist sich der Trainer über die Qualitäten seines breiten Kaders bewusst.

Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr im Waldstadion in Sende. Trotz der Kommunion in Rietberg hoffen die Verantwortlichen der Viktoria erneut mit einem großen Anhang, der den Weg nach Sende findet. „Der Andrang in Harsewinkel vor zwei Wochen war schon beeindruckend“, würde sich Kapitän Max Heinrich erneut über 100 Zuschauer aus Rietberg freuen. Die dann hoffentlich zufrieden und mit drei Punkten im Sack nach dem Spiel wieder die Heimreise antreten können.

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